Jahresprogramm 2014-2015

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Cartoons – als Lebenshilfe

Oft fällt es uns schwer, in Erziehungssituationen den Punkt zu finden, um den es eigentlich geht. So viel hat dazu geführt, dass es gerade so ist, wie es ist, und doch haben Situationen, in die wir immer wieder geraten, oder die Probleme, die wir aufwändig zu lösen versuchen, einen ganz konkreten Kern. Wenn wir diesen entdecken, lässt sich das ganze Geschehen oft ganz anders und viel erfolgreicher auflösen.

Renate Alfs Karikaturen sind Meisterstücke, die dieses Wesentliche so in ein Bild fassen, dass nicht nur gleich deutlich wird, worum es geht, sondern gleichzeitig mit viel Humor und Freundlichkeit die eigenen Fallstricke spürbar werden, die einen auch selbst immer mal wieder straucheln lassen. Unser Schmunzeln über die ›frechen‹ Bildchen zeigt: Wir kennen das, wir wissen Bescheid.

Dabei tut oft der Austausch mit anderen Eltern gut. Dieses »Ach, ist es bei euch auch so …« kann erleichternd sein, und im lockeren Gespräch ergeben sich oft ganz neue Perspektiven und Ideen. So ist die Idee entstanden, jeweils über einige Wochen eine ausgewählte Karikatur im Eingangsbereich von Kindergärten der Region, die sich beteiligen möchten, auszustellen, und dann einen Gesprächsabend dazu anzubieten, der dem Austausch dazu und vielem Weiteren, was für die Anwesenden auch ›da‹ ist, dienen soll. Dabei ist eine angenehme Atmosphäre hilfreich, und so kann das Treffen Auszeit und Anregung gleichzeitig sein.

Wir freuen uns dabei auf die Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk des Evangelischen Kirchenbezirks Breisgau-Hochschwarzwald, die dieses Projekt in den »Offenen Eltern-Kind-Treff« aufnimmt.

In Hinterzarten bieten wir einmal im Monat einen lockeren Gesprächskreis im Hotel Café Imbery an.

 

Offener Eltern-Kind-Treff

Hier haben Sie Gelegenheit, bei einer Tasse Tee oder Kaffee andere Eltern und Kinder kennen zu lernen und sich unter der Begleitung von Frau Inga Ravenstein in lockerer Atmosphäre auszutauschen. Einfach vorbeischauen und wohlfühlen. Auch Schwangere, Alleinerziehende, Väter, Großeltern, Erziehende und Geschwister sind herzlich eingeladen.

Termine:  jeden Montag 9 – 1030 Uhr  für Babys bis 12 Monaten
und jeden Montag 10 – 1200 Uhr  für Kleinkinder bis 3 Jahren

Ort:Diakonisches Werk, Hauptstr. 28, 79822 Titisee-Neustadt. (»Villa« neben ›Fressnapf‹, parken im Parkhaus möglich)

 

Elternforum Erziehung

Offener Gesprächskreis für Interessierte zu den Themen der Cartoons.

Daten:28.10.w, 26.11.*, 16.12.2014w
22.01.w, 19.02.*, 18.03.*, 23.04.*, 20.05.2015w, jeweils 2000 Uhr

Ort:Die Veranstaltungen finden an folgenden Orten statt, bitte Kennzeichnung*/w beachten:
Hotel Café Imbery, Hinterzartenw
Katholisches Pfarrzentrum Hinterzarten*

 

 

»Tanz ist die Kunst, die die Seele des Menschen am meisten bewegt« (Platon)

Meditativer Tanz – Internationaler Folkloretanz

Seit über 20 Jahren trifft sich eine Gruppe interessierter Menschen regelmäßig einmal im Monat und freut sich auch über neue Tänzerinnen und Tänzer. »Tanz verzaubert – führt in eine Welt der Leichtigkeit und Freiheit.« (Anselm Gruen) Diese befreiende Wirkung des Tanzes kann man bei den Abenden immer wieder spüren und erfahren.

Meditative Tänze – zu klassischer oder moderner Musik – nach neuen Choreographien können leicht und beschwingend sein oder kraftvoll und erdverbunden. Sie verwenden zu ihrer Gestaltung Symbole aus Natur- und Jahreskreis. Vieles kann Ausdruck finden – Belastendes und Frohmachendes.

Internationale Folkloretänze – temperamentvoll oder ruhig – haben sich durch Tradition erhalten und »erzählen« Geschichten aus verschiedenen Kulturen. Wir sind zum Mitschwingen eingeladen bei Tänzen aus Mittel- und Osteuropa, Israel, Griechenland, Afrika, Südamerika.

Jeder Tanz wird eingeführt und von Grund auf erarbeitet.

Leitung: Ruth Ludorf, Tanzpädagogin, Hinterzarten

Datum:  Mittwoch, 17.09.2014, 2000 Uhr

Ort: Thomasheim Neustadt

Gebühr: 7,00 €

Weitere:  8.10., 12.11., 10.12.2014, 14.01., 11.02., 11.03., 15.04., 06.05., 10.06., 08.07.2015

 

 

Gedicht-Revue

Gedichte aus über 100 Jahren mit dem Sprachkünstler Thomas Pforte

Nehmen Sie sich doch einfach mal wieder etwas Zeit. Zeit zum Hören. ›Thomas Pforte – Sprechkunst‹ nimmt Sie mit auf eine Zeitreise durch mehr als 100 Jahre. Zeitlose Texte von Wilhelm Busch, Kurt Schwitters, Erich Kästner, Ernst Jandl und Robert Gernhardt werden zu Gehör gebracht. Ein buntes Programm, das schmunzeln lässt, manchmal nachdenklich macht, laut auflachen lässt. Immer aber wird die Freude am Sprechen spürbar.

Die Texte sind aus verschiedenen Programmen von ›Thomas Pforte – Sprechkunst‹ ausgewählt und werden erstmals öffentlich in dieser Mischung dargeboten. Ein Experiment aus Unbekanntem und Bekanntem.

Referent:  Thomas Pforte, Dipl.-Päd., Lenzkirch

Datum:  Donnerstag, 25.09.2014, 1930 Uhr

Ort: Buchladen im Roten Haus, Hirschenbuckel 6, Titisee-Neustadt

Eintritt:4,00 €

 

 

Ausstellung: Krieg – in Gottes Namen

1914-1918: Zeugnisse aus der Evangelischen Kirche Karlsruhe und Baden

2014 wird uns schon seit Monaten als besonderes Gedenkjahr in den Medien bewusst gemacht: Vor 100 Jahren hat der 1. Weltkrieg begonnen. Aus diesem Anlass wandert eine Ausstellung mit dem Titel »Krieg! – In Gottes Namen?« durch Kirchengemeinden der Badischen Landeskirche. In der Zeit vom 27.09. – 12.10.2014 wird sie in der Evang. Kirchengemeinde in Neustadt zu sehen sein. Gezeigt werden z.B. Texte und Bilder zu dem Thema »Pfarrer-Sein während des WK 1«, zum Leben in den Familien, zu Trauer und Totengedenken, zu der Belgischen Stadt Ypern. Pfarrer Dirk Keller von der Stadtkirche in Karlsruhe hat zusammen mit Fachleuten die Ausstellung erarbeitet. Zur Eröffnung wird Dr. Axel Lange vom Melanchthonhaus in Bretten kommen.

Datum:  27.09. bis 12.10.2014

Eröffnungsvortrag: Samstag, 27.09.2014, 1430 Uhr

Referent:  Dr. Axel Lange, Historiker, Melanchthonhaus Bretten

Ort:Evangelisches Gemeindezentrum Neustadt

Eintritt:frei

Ergänzung: Im Rahmen der Nacht der offenen Kirchen am Samstag, den 11.10.2014 wird in der Alten Friedhofskapelle die Ausstellung »Beginn 1. Weltkrieg vor 100 Jahren in Neustadt« eröffnet.

 

 

Wege zur Katastrophe

Hintergründe und Ursachen für den Beginn des Ersten Weltkriegs

Im Gedenkjahr zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren gibt es Raum, wieder einmal neu nachzudenken und die Kontexte des Bekannten zu überprüfen. Geschichte ist nichts Abgeschlossenes oder gar Abschließbares, auch wenn die Zeit, in der sie sich abgespielt hat, unumkehrbar abgelaufen ist. Geschichte ist Erzählen und »Nachdenken in Geschichten«, und diese speisen sich nicht nur aus Quellen, sondern auch aus Interpretationen und Bedürfnissen der Gegenwart – und denen des Erzählenden selbst.

Es lohnt sich, auch 100 Jahre danach, wieder einmal genau hinzusehen, bekannte Fakten neu zu ordnen und neue mit in den Blick zu nehmen, um ein Verständnis dafür zu entwickeln, was die Welt in diesen Ersten Weltkrieg, in die »Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts«, trieb.

Wo also beginnt die Geschichte des Ersten Weltkrieges? Was sind die Ursachen und welche Interessen prallten wo aufeinander? Viele Ursachenstränge verwickelten sich zu dem Strick, der dann für mindestens 4 Jahre die Menschen gefesselt hielt.

Gerade in einer Zeit, in der nach wie vor regionale Konflikte schnell Interessenkonflikte an ganz unterschiedlichen Orten der Welt auslösen, gilt es zu verstehen, wie leicht Gleichgewichte zwischen Großmächten gestört werden und unabsehbare Folgen in Gang gesetzt werden können.

Referent:  Herwig Duderstadt, OStR i. R. (früher am KG Titisee-Neustadt), Eisenbach

Datum:  Dienstag, 30.09.2014, 1930 Uhr

Ort:Evang. Gemeimdezetrum Neustadt

Gebühr: 4,00 €

 

 

Neue Erinnerung an die Vergangenheit – ein Geschenk an die Gegenwart*

Erfülltes Leben in der Gegenwart durch »Bereicherung« der Vergangenheit

Was wir im Jetzt als unsere Wirklichkeit wahrnehmen, ist ein Konstrukt, das veränderbar ist. Wenn wir einen hilfreichen Umgang mit unseren Konstrukten finden, ist eine Basis für Wachstum und Heilung gelegt.

Albert Pesso zeigt das auf eindrucksvolle Weise. Entscheidend ist in der Psychotherapie das Zusammenwirken der Persönlichkeit des Therapeuten und seiner Methode. Das zu erleben ist bei Albert Pesso etwas ganz Besonders. Zunächst arbeiteten Diane Boyden-Pesso und Albert Pesso als professionelle Tänzer. Sie entdeckten bei ihrer Arbeit immer wieder, dass manche Tänzer oder Schauspieler die gewünschte Darstellung nicht realisieren konnten, weil sie an einer Art inneren Blockierung daran zu scheitern schienen. So begannen die Pessos, mit diesen Blockierungen zu arbeiten und entwickelten daraus ein einzigartiges Therapiekonzept, welches Körper und Seele wirksam in den Prozess einbindet und Lösungen für Krisen in der Gegenwart durch einen heilsamen Umgang mit der Vergangenheit ermöglicht.

Der Vortrag wendet sich nicht nur an psychotherapeutisch Interessierte, sondern bietet auch gute Anregungen für den eigenen Lebensweg. Er wird in englischer Sprache gehalten und sukzessiv übersetzt.

*Hinweis auf externe Veranstaltung

Referent:  Albert Pesso, USA

Datum:  Mittwoch, 01.10.2014, 1900 Uhr

Ort:Großer Hörsaal des Psychologischen Institutes der Universitiät Freiburg (Engelberger Str. 41).

Weitere informationen auf der Website www.erziehungs-perspektiven.de

 

 

»Kein Mensch in Pakistan ist sicher«

Interreligiöser Dialog als Beitrag zu Frieden und Versöhnung*

Die Islamische Republik Pakistan steht vor großen Herausforderungen. Die Sicherheitslage ist prekär. Terroranschläge erschüttern das Land. Das gesellschaftliche Klima wird rauer. Gewaltsame Übergriffe gegen Minderheiten nehmen zu. Dazu tragen besonders auch die sogenannten Blasphemie-Gesetze bei. Auf die Verunglimpfung des Propheten Mohammed steht die Todesstrafe. Die Gesetze sind so vage formuliert, dass sie leicht missbraucht werden können. Mit falschen Anklagen werden Nachbarschaftsstreitigkeiten ausgetragen. Missliebige Gruppen werden unter Druck gesetzt, um sich politische oder wirtschaftliche Vorteile zu verschaffen. Darunter leiden Christen, Muslime, Hindus und Angehörige anderer Minderheiten gleichermaßen.

Leidenschaftlich sucht Father James Channan OP seit über 30 Jahren das Gespräch mit Muslimen und Vertretern anderer Religionen. Für den 61-jährigen Dominikaner gehört der interreligiöse Dialog zuerst zum Apostolat der katholischen Kirche in Pakistan. »Weil wir eine Minderheit sind und biblisch gesprochen das

Salz der Erde und Licht der Welt sein wollen«, sagt er. Für den Leiter des Friedenszentrums der Dominikaner in Lahore ist dieser Dialog »keine Schönwetter-Veranstaltung, er ist gerade dann notwendig, wenn das Zusammenleben der Religionen kompliziert ist«.

*Veranstaltung von Missio glauben.leben.geben

Referent:  Father James Channan OP, Pakistan

Datum:  Donnerstag, 09.10.2014, 1930 Uhr

Ort:Pfarrheim St. Josef, Alte Poststraße 12, Titisee

Gebühr: 4,00 €

 

 

»Mach es wie der Kopfsalat …«

Praktische Ideen zu einer alltagsfreundlichen Spiritualität.

Die Welt, der Kosmos: Ein großes Uhrwerk? So hat die klassische Physik uns das materielle Denken (und Handeln) beigebracht. Sehr erfolgreich. Oder sollen wir sagen folgenreich? Auf der Basis dieser Erkenntnisse haben Menschen Enormes verwirklichen können – zum Nutzen und oft zum Schaden der Menschen in ihrer Mitwelt.

Die Welt der Quanten, an diesem Abend anschaulich-nachvollziehbar dargestellt, lässt uns den Hintergrund weiterer Realitäten ahnen und wissen: Spiritualität - in unserem Fall jesuanische Spiritualität – und Quantenphysik sind ziemlich geistesverwandt. Wahrnehmbar wird ein ungeahntes, alles miteinander verbindendes Netz gegenseitiger Beziehung, Kreativität und Freiheit. Somit ist es Zeit, das Denkmodell von scheinbar objektiver Realität zu erweitern durch ein ineinander verwobenes »Denk-Fühlen-Handeln« – im »Quantenfeld«. Anders gesagt: »Mach es wie der Kopfsalat, der hat das Herz im Kopf!«

Leitung: Martin Auffarth, Pfarrer i.R., Freiburg

Datum:  Donnerstag, 16.10.2014, 1930 Uhr

Ort:Pfarrheim St. Josef, Alte Poststraße 12, Titisee

Gebühr: 4,00 €

Foto:Andrea Gallien, Badische Zeitung

 

 

Versöhnung ist möglich*

Familienbiographien im Dialog – Eine gemeinsame Spurensuche

Obwohl die NS-Zeit nur zwölf Jahre gedauert hat, hat sie eine unvorstellbar zerstörerische Gewalt und Unmenschlichkeit entfaltet. Die Nachbeben können wir noch heute spüren und ihr Echo vernehmen. Ganze Generationen wurden zu Tätern und Opfern oder waren beteiligte »Zuschauer«. Ihre Kinder und Enkel wurden zwangsläufig in deren Geschichte verwoben und waren beispielsweise ihren Phantasien, Erinnerungsbildern und Ängsten ausgesetzt oder in einen Pakt des Schweigens mit eingeschlossen.

Doch Erzählen wirkt! Dies ist auch durch die Arbeit des israelischen Psychologen Dan Bar On erneut Gewissheit geworden. Wir orientieren uns an diesem Seminarwochenende an den Erfahrungen und der Struktur der von ihm konzipierten TRT-Gruppen (To Reflect and to Trust – Nachdenken und Vertrauen), die er in vielen Teilen der Welt erprobt hat und mit denen der Dialog nach schwersten Traumatisierungen – wie nach Genoziden, Kriegen und Katastrophen – behutsam wiederbelebt werden kann, um einen Weg zu Verständigung und Versöhnung zu eröffnen.

* Hinweis auf externe Veranstaltung

Referent Dr. Helmut Wetzel, Dipl.-Psych., Syste­mischer Familientherapeut, Dan-Bar-On-International-Dialogue-Center, Berlin

Datum:  Donnerstag, 30.10.2014, 1800 Uhr, bis Samstag, 01.11.2014, 1000 Uhr

Weitere Informationen und Anmeldung:

Haus Maria Lindenberg, Lindenbergstr. 25, 79271 St. Peter. Tel.: 07661/93000. E-Mail: info@haus-maria-lindenberg.de

 

 

Unterwegs zur Kirche des Gerechten Friedens

Friede auf Erden – wo liegt das Problem?

100 Jahre nach dem Beginn des 1. Weltkrieges und 75 Jahre nach dem Beginn des Zweiten Weltkriegs stellt sich die Frage nach der Sinnhaftigkeit der auch kirchlicherseits bejahten militärischer Friedenssicherung. Die aktuellen Konflikte im Nahen Osten sowie in Osteuropa lassen manche schon das Hineinschlittern in einen dritten Weltkrieg befürchten. Rufen Armeen und Rüstungshandel nicht gerade die Probleme hervor, zu deren Verhinderung sie vorgesehen sind? Kann es überhaupt gerechte Kriege geben? Ist militärischer Gewalt nicht schlechthin inhuman? In der badischen Landeskirche wurde darüber aufgrund einer Eingabe des Arbeitskreises Frieden unseres Kirchenbezirkes in einem zweijährigen Diskussionsprozess nachgedacht und von der Landessynode ein wegweisender Beschluss für eine Kirche des Gerechten Friedens gefasst. Dabei soll u.a. ein Entwurf für ein Ausstiegsszenario aus der militärischen Friedenssicherung erarbeitet werden.

Referent:  Theodor Ziegler, Religionslehrer in Breisach und Mitinitiator der aktuellen friedensethischen Diskussion in der Landeskirche

Datum:  Donnerstag, 13.11.2014, 1930 Uhr

Ort:Pfarrheim St. Josef, Alte Poststraße 12, Titisee

Gebühr: 4,00 €

 

 

Spielwelten im Holzkasten

Schöpferische Wege der Selbstunterstützung für Kinder

»Im schöpferischen Tun, wenn es nicht beurteilt und bewertet wird, können Kinder sich in einem inneren Freiraum bewegen, der ihnen den lebendigen Kontakt mit ihrem inneren Selbst erlaubt. In ihren Schöpfungen und im kreativen Tun an sich können sie Aspekte von sich selbst erkennen – sie spüren etwas von ihrem wahren Wesen, von ihren inneren Kräften und Fähigkeiten und können so ein natürliches und gesundes Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein entwickeln, was ihnen helfen wird, in der immer komplexer und manchmal auch wirrer werdenden Außenwelt zu bestehen. […] Die Gestaltarbeit geht davon aus, dass Kinder ihr volles Potential in sich tragen. Damit sich dieses Potential verwirklichen kann, brauchen sie eine für ihre jeweiligen Entwicklungsbedürfnisse spezifische Umgebung. Spiel ist dabei die Möglichkeit des Kindes, sich mit der Welt vertraut zu machen.« (Katharina Martin)

In der Kreativwerkstatt in Freiburg haben diese Gedanken auf wohltuende Weise Gestalt angenommen und wurde ein Spiel-, Erfahrungs- und Begegnungsraum geschaffen, den zu besuchen sich lohnt. Diese Veranstaltung wendet sich an ErzieherInnen, die das Konzept dieser »Spielwelten« vor Ort kennen lernen und ausprobieren möchten, sowie an engagierte Eltern oder Großeltern.

Referentinnen: Katharina Martin, Dipl.-Psych., Gestalttherapeutin und Heleana Jehle Dipl.-Soz.-Päd., Gestaltpädagogin, Leitung der Kreativwerkstatt, Freiburg

Datum:  Samstag, 15.11.2014, 1000 bis 1600 Uhr

Ort:Kreativwerkstatt, Karlstraße 3a, Freiburg

Gebühr: 35,00 €. Anmeldung erforderlich bis 12.11.2014 Ù Rückseite.

 

 

Winterzeit – Erkältungszeit – Wickelzeit

Wickel und Auflagen als wirksame Helfer bei Schnupfen und Co.

Hilfreiches – Jahrhunderte erprobt – gerät leicht in Vergessenheit, wenn wir nur schnell mal nach einem Medikament zur Linderung unserer winterlichen Erkältungs- oder Grippebeschwerden suchen.

Diese kleinen gesundheitlichen Schwächen und »Einbrüche« geben aber auch Gelegenheit, mit naturheilkundlichen / volksmedizinischen Mitteln nicht nur den Infekt schneller los zu werden und seinen Verlauf zu lindern, sondern gleichzeitig, die körpereigene Abwehr zu stärken um wieder robuster zu werden.

Der Vortrag vermittelt Ihnen Tipps und Tricks für eine auf alternativer Medizin basierende Hausapotheke sowie den richtigen und gezielten Einsatz von Wickeln und Umschlägen. Anhand zahlreicher Beispiele aus dem Alltag werden die Anwendungen detailliert besprochen.

Referentin: Silke Pittasch, Pharmazeutisch-technische Assistentin und Heilpraktikerin, Neustadt

Datum:  Donnerstag, 20.11.2014, 1930 Uhr

Ort:Buchladen im Roten Haus, Hirschenbuckel 6, Titisee-Neustadt

Gebühr: 4,00 €

 

 

»Lebensfreude entspringt der Dankbarkeit« (Steindl-Rast)

Schauen nach dem Unergründlichen – Interaktiver Vortrag für Eltern zu 'Kinder-Spiritualität'

Als Eltern und Erzieherinnen mit Kindern (christliche) Spiritualität entdecken: Ist das schwierig? Ist das leicht? Es ist einfach! Dann wenn wir für uns selber eine Grundfrage geklärt haben. Dieser Frage gehen wir gesprächsweise nach. Wir schöpfen dabei von Ihren Erfahrungen. Das Zitat von David Steindl-Rast, s. o., gibt erste Hinweise. Von dort aus werden wir praktische Modelle alltags- und familientauglicher Spiritualität entwickeln. Manchmal sind es sogar alte Bilder, die das eigentlich Unaussprechliche des Göttlichen ins Bewusstsein rufen helfen. Der Vortag ist bestens geeignet und offen für Eltern und Erzieherinnen, für ›Allerweltsdenkende‹, Atheisten und Atheistinnen, ChristInnen und Suchende überhaupt.

Martin Auffarth, seit 1978 begeisterter Pfarrer in der badischen Landeskirche, jetzt im Ruhestand. Ausgebildet in Meditation, Kommunikation (u. a. in NLP), Formen heilkundlicher Begleitung (u. a. Kinesiologie), Innerwise-Coach für sinngebende Lebensgestaltung – mit eigener Praxis. Kirchengemeindlich und persönlich engagiert in der Bewahrung der Schöpfung, bei gesellschaftsdiakonischen Herausforderungen (u. a. bei Konflikten in Kommunen).

Referent:  Martin Auffarth, Pfarrer i.R. Freiburg

Datum:  Donnerstag, 27.11.2014, 1930 Uhr

Ort:Pfarrheim St. Josef, Alte Poststraße 12, Titisee

Gebühr: 4,00 €

Foto:Andrea Gallien, Badische Zeitung

 

 

»ADHS – na und?

Vom heilsamen Umgang mit handlungs­be­reiten und wahrnehmungsstarken Kindern«

Der ›Zappelphilipp‹, seine Familie und seine Schule rufen ebenso nach Hilfe wie träumende Kinder und Jugendliche, wenn sie in der Schule nicht mitkommen oder zu sozialen Außenseitern geworden sind. »Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung« lautet eine Diagnose, die immer häufiger gestellt wird und die in Übereinstimmung mit den Richtlinien der Kinder- und Jugendpsychiatrie und der Europäischen Union zu behandeln ist: Mit psychotherapeutischen und pädagogischen Maßnahmen, Arbeit mit der Familie und, bei deren Wirkungslosigkeit, ggf. Arzneiverordnung.

Dr. Helmut Bonney ist Kinderarzt, Arzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Facharzt für Psychotherapeutische Medizin und Systemischer Familientherapeut. Von diesen Grundlagen aus arbeitet er seit vielen Jahren mit den Betroffenen und deren Familien, mit Kindergärten und Schulen zusammen. Dabei entstanden und entstehen individuelle, manchmal überraschende Lösungen für die Therapie. Seine therapeutischen Erfahrungen – unter Berücksichtigung der Neurobiologie – hat er in mehreren Büchern niedergelegt. Im Vortrag führt er in das Themenfeld ADHS ein, berichtet über die Konzeption seiner Arbeit, über hilfreiche Behandlungsmöglichkeiten und gibt Hinweise, die auch prophylaktisch hilfreich sein können.

Referent:  Dr. med. Helmut Bonney, Praxis für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, Familienmedizin, Heidelberg

Datum:  Mittwoch, 03.12.2014, 19.30 Uhr

Ort:Kurhaus Titisee

Gebühr: 4,00 €

 

 

Begegnungen mit Märchen

Ein Abend mit Märchen und Gespräch

Märchen sind wie Edelsteine aus einem großen Schatz, von dem die Menschen aller Völker seit Urzeiten schöpfen. Ihre Bilder und Gestalten voller Weisheit und Humor berühren und nähren die Seele. Sie können Kindern wie Erwachsenen Mut und Hoffnung geben und die Phantasie anregen, in Krisensituationen nach neuen Wegen zu suchen.

Doch wie ist es mit dem Bösen im Märchen, mit den Grausamkeiten? Sollen Märchen eher erzählt, oder können sie auch vorgelesen werden? Und wie ist es mit Märchen auf Kassetten oder auf Videos? Solchen und ähnlichen Fragen soll an diesem Abend Raum gegeben werden. Gidon Horowitz wird dabei Märchen aus seinem umfangreichen Repertoire erzählen. Danach werden wir im Gespräch den dabei auftauchenden Fragen nachgehen.

Gidon Horowitz ist einer der bekanntesten Märchenerzähler im deutschen Sprachraum. Zu seinem umfangreichen Repertoire gehören überlieferte Volksmärchen aus den verschiedensten Ländern und eigene Märchen. Eine ganze Reihe davon ist bereits in Buchform und auf Tonträgern erschienen. 1953 in Tel Aviv geboren und in Wien aufgewachsen, lebt heute bei Freiburg im Breisgau und ist als Märchenerzähler, Schriftsteller und Analytischer Psychotherapeut in eigener Praxis tätig.

Referent:  Gidon Horowitz, Dipl.-Psych., Psychoanalytischer Psychotherapeut und Märchenerzähler, Kirchzarten.

Datum:  Donnerstag, 26.02.2015, 1930 Uhr

Ort:Buchladen im Roten Haus, Hirschenbuckel 6, Titisee-Neustadt

Geühr:4,00 €

 

 

Der liebende Gott – oder:
Wie war das eigentlich gemeint?

Die Menschen haben über Jahrhunderte in Religions- und Kulturgeschichte immer wieder ihre ganz eigenen Akzente gesetzt, was ihnen aus dem, was sie vom Christentum aufgefasst und verstanden haben, existenziell unverzichtbar, nützlich oder eher marginal vorkam. Nicht erst heute entzünden sich kontroverse Diskussionen gerade auch dann, wenn beide Seiten sich auf die Aussagen der Bibel stützen – und nicht erst seit heute nehmen wir leicht einen Satz aus einem unbekannt – oder zumindest unerkannt – bleibenden Kontext und rechtfertigen damit unsere Ansichten. Schien im Mittelalter ein allwissender und strafender Gott bestimmend zu sein, ist dieses Bild heute eher zum »Lieben Gott« abgeflacht. Aber ist das Christentum nicht die Religion der Liebe? Sollen aufgeklärte Menschen daran glauben, dass ein Allmächtiger in unser gesellschaftliches und wirtschaftliches Handeln hineinwirkt? Wie sieht das mit dem Handeln Gottes angesichts der vielen aktuellen Kriege und Krisen aus? Und wo ist Gott, wenn wir persönliche Verluste erleiden?

Prof. Wilhelm Schwendemann macht es sich und den Teilnehmern nicht leicht. Es gibt nichts, was selbstverständlich wäre, aber im Austausch und Gespräch entsteht eine Welt(sicht), auf die sich bauen und vertrauen lässt. Der Liebende Gott wird seinen Platz darin finden, aber vielleicht einen ganz anderen als gedacht?

Referent:  Prof. Dr. Wilhelm Schwendemann, Evangelische Hochschule Freiburg

Datum:  Montag, 2. März, 9. März und 16. März 2015, 1930 Uhr

Ort:Pfarrheim St. Josef, Alte Poststraße 12, Titisee

Gebühr: 4,00 €

Foto:Pressestelle der EH Freiburg.

 

 

Innerer Friede – äußerer Friede

Die Verbindung von Psychotherapie und Spiritualität für persönliches Wachstum und als Friedensarbeit

In seiner psychotherapeutischen Praxis machte Prof. Holmes immer wieder die Erfahrung, dass Therapieprozesse oft dann in größeren Schritten erfolgen, wenn die Menschen eine 'spirituelle Dimension' in und/oder für sich entdecken, die ihr So sein in einen weiteren Rahmen einbindet und der Ihnen Kraft für das Weiterkommen geben kann. Damit wurde deutlich, dass eine Verbindung von Psychotherapie und spirituellen Konzepten einen lohnenden und wirkungsvollen Weg bereiten könnte.

Das von Richard Schwartz entwickelte »Inner Familiar System«, welches in seiner Anschaulichkeit in innerpsychische und systemische, gesellschaftliche Bezüge einen besonders guten Erkennungs- und Erklärungsraum bietet, ermöglicht eine Synthese aus systemischem Denken und der Arbeit mit seinen eigenen unterschiedlichen Persönlichkeitsanteilen. In dieser Verbindung entstand eine Praxis, die auch über die Psychotherapie hinaus Anregung zu Entwicklung und Wachstum und zu einem friedvolleren Leben mit sich und seiner Umwelt führen kann.

Seit einigen Jahren bietet Prof. Holmes Seminare und Weiterbildungen in der Reihe www.metaqualitaeten.de (Freiburg) an, und wir freuen uns, ihn so wieder einmal in den Hochschwarzwald einladen zu können.

Referent:  Prof. Dr. Thomas Holmes, Kalamazoo, USA

Datum:  Montag, 23.3.2015, 1930 Uhr

Ort:Pfarrheim St. Josef, Alte Poststraße 12, Titisee

Gebühr: 4,00 €

 

 

Wer wird glücklich in seinem Tun?

Die Antwort des Ersten, »alten« Testamentes

»SCHALOM« ist nach dem Zeugnis der Bibel ein zentrales Lebenswort für Welt und Mensch. Im »Schalom leben« heißt, im Zusammenklang, im »Einschwung« mit Gott, den Mitmenschen und der Schöpfung leben. Glücklich ist, wer in seinem Tun Zukunft hat, Öffnung und Entwicklung. Ihm verheißt Gott Leben in Fülle. Aber dazu sollten wir seine Weisung »beherzigen«. Dann lässt uns seine Botschaft hoffen, dass unser Leben »glückt«, d. h. gelingt – wenn wir sie nicht als Drohbotschaft verstehen oder als Maßregel, sondern als Einladung, uns mit Gottes Weg-Weisung auseinanderzusetzen und so mit ihm auf dem Weg zu sein (manchmal auch im Streit und Protest).

Das »Alte« Testament ist nicht »veraltet«, wenn es um konkrete Lebenshilfe und Vorschläge zu einer gelungenen Lebensführung geht. Das beschäftigte das Volk Israel damals genauso, wie uns heute. Darüber hinaus geht es auch um die Zusage Gottes als tragfähigen Grund von allem, wie das Jesus nach Matthäus zusammenfasst: »Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen« (Mt 24,35).

Referent:  Prof. Dr. Dr. Bernd Feininger, Gengenbach

Datum:  Montag, 27.04.2015, 1930 Uhr

Ort:Pfarrheim St. Josef, Alte Poststraße 12, Titisee

Gebühr: 4,00 e

 

 

»Hoppla, jetzt komm ich!«

Oder: Wie kommen wir weiter?

Es scheint eine Disposition des Menschen zu sein, dass er das ›Gute will, unter der Voraussetzung, dass es dem eigenen nützt‹ (W. Kamlah) – und das ist in den jeweiligen Lebensbereichen unterschiedlich dramatisch.

Wir halten den ›Dorfladen‹ für wichtig, kaufen aber wenig dort ein, wir müssen den Treibhauseffekt reduzieren, wollen aber weder das Fliegen oder Autofahren (u. ä.) noch die Zimmertemperatur reduzieren, wir möchten für Mensch und Tier gute Lebens- und Produktionsbedingungen, aber am Liebsten ganz billig einkaufen – natürlich wollen wir keine Atomkraftwerke mehr, aber auch keine Windräder, usw. usw..

Da gibt es einmal viele Sachfragen eingehend zu klären. Denn die Fakten, die zusammen ein stimmiges und handlungsleitendes Bild ergeben, werden eher selten gemeinsam präsentiert. Allein dabei entstehen erstaunliche Entdeckungen, die der medial transportierten und von Interessengruppen gelenkten Wirklichkeit neue Aspekte hinzufügen. Und da sind die persönlichen Ideen, Hoffnungen, Wünsche und Bequemlichkeiten, die uns oft weit hinter das zurück fallen lassen, was uns eigentlich möglich wäre.

Wie also kommen wir weiter? Wie lösen wir unsere inneren Widersprüche und kommen zu (subjektiv und im Gesamten) möglichst sinnvollem und kooperierendem Handeln?

Der Abend wendet sich an Menschen, die diesen und anderen Themen einmal genauer nachgehen und sich mit anderen darüber austauschen möchten.

Gesprächskreis

Datum:  Mittwoch 04.02.2015, 1930Uhr

Ort:Wird bei Anmeldung bekannt gegeben

Info:  Bei Interesse bitte kurz anmelden unter: info@oekumebi.de oder
07652 982748