Jahresprogramm 2013-2014

»Tanz ist die Kunst, die die Seele des Menschen am meisten bewegt« (Platon)

Meditativer Tanz – Internationaler Folkloretanz

Seit 20 Jahren trifft sich eine Gruppe interessierter Menschen regelmäßig einmal im Monat und freut sich auch über neue Tänzerinnen und Tänzer. »Tanz verzaubert – führt in eine Welt der Leichtigkeit und Freiheit.« (Anselm Gruen) Diese befreiende Wirkung des Tanzes kann man bei den Abenden immer wieder spüren und erfahren.
Meditative Tänze – zu klassischer oder moderner Musik –
nach neuen Choreographien können leicht und beschwingend sein oder kraftvoll und erdverbunden. Sie verwenden zu ihrer Gestaltung Symbole aus Natur- und Jahreskreis. Vieles kann Ausdruck finden – Belastendes und Frohmachendes.
Internationale Folkloretänze – temperamentvoll oder ruhig – haben sich durch Tradition erhalten und »erzählen« Geschichten aus verschiedenen Kulturen. Wir sind zum Mitschwingen eingeladen bei Tänzen aus Mittel- und Osteuropa, Israel, Griechenland, Afrika, Südamerika.
Jeder Tanz wird eingeführt und von Grund auf erarbeitet.

  • Leitung: Ruth Ludorf, Tanzpädagogin, Hinterzarten
  • Datum:Mittwoch, 18.09.2013, 2000 Uhr
  • Ort:Thomasheim Neustadt
  • Gebühr:7,00 €
  • Weitere Termine: 23.10.; 13.11.; 11.12.2013; 15.01.; 12.02.; 12.03.; 16.04.; 14.05.; 11.06.; 09.07.2014

 

Exerzitien zum Weltgebetstag 2014

Wasserströme in der Wüste

Anfang des Jahres 2013 ergab sich für die Ökumenische Erwachsenenbildung Titisee-Neustadt die Gelegenheit, an Gesprächen teilzunehmen, in denen über eine spirituelle Neuausrichtung des Hauses Maria Lindenberg nachgedacht wurde. Wir möchten die Gelegenheit nutzen, an dieser Stelle auch auf Veranstaltungen dort hinzuweisen.

Die Exerzitien bieten Gelegenheit, sich mit dem Thema des kommenden ökumenischen Weltgebetstags der Frauen auf einen persönlichen Weg einzulassen. Die biblischen Texte wurden von Frauen in Ägypten ausgewählt. Welche biblischen Bilder und Texte begleiten sie auf dem Weg der gesellschaftlichen Veränderungen bis heute? Woher nahmen sie Mut und Ausdauer, für ihre Rechte und die ihrer Kinder einzutreten?
In diesen Exerzitien mit Impulsen, stillen Zeiten, Tanz und kreativen Ausdrucksmitteln, Austausch und Einzelgespräch möchten wir unserer Sehnsucht nach den »Wasserströmen in der (je eigenen) Wüste« auf die Spur kommen, Ermutigung erfahren und solidarisch mit den Frauen in Ägypten Schritte des inneren Friedens und der Versöhnung gehen.
Die Teilnahme am Kurs ist unabhängig von Veranstaltungen des Weltgebetstags möglich.
 

  • Referent-    Christine Rudershausen, Referentin für
  • innen:     Frauenspiritualität und Weltgebetstag;
  • Dorothea Welle, Referentin für Spiritualität und Exerzitien
  • Datum:     Mittwoch, 2.10.2013, 1800 Uhr (Abend­essen), bis Sonntag, 06.10.2013, 1300 Uhr (Mittagsbrunch)
  • Weitere Informationen und Anmeldung:
  •     Haus Maria Lindenberg, Lindenbergstr. 25, 79271 St. Peter. Tel.: 07661/93000. E-Mail: info@haus-maria-lindenberg.de

 

Schwarzbuch Waffenhandel

Wie Deutschland am Krieg verdient

Deutschland ist Europameister beim Waffenhandel. Kriegswaffen und Rüstungsgüter werden selbst an menschenrechtsverletzende und kriegführende Staaten verkauft. Bisher sind alle Versuche gescheitert, Waffenhandel mit Einzelmaßnahmen zu begrenzen. Erst ein breites Bündnis der Zivilgesellschaft kann den notwendigen Druck zum Stopp aller Waffenexporte erzeugen. Die Kampagne »Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!« will diesen Wandel herbeiführen.
Im »Schwarzbuch Waffenhandel« publiziert Grässlin neue brisante Fakten zu Rüstungsexporten. Er beantwortet bei seiner Buchlesung zentrale Fragen:
Jürgen Grässlin zählt seit vielen Jahren zu den profiliertesten Rüstungsgegnern Deutschlands. Er ist u.a. Sprecher der aktuellen Kampagne »Aktion Aufschrei: Stoppt den Waffenhandel!«, Bundessprecher der Deutschen Friedensgesellschaft und Vorsitzender des RüstungsInformationsBüros (RIB e.V.). 2009 wurde Grässlin mit dem »Preis für Zivilcourage« der Solbach-Freise-Stiftung und 2011 mit dem »Aachener Friedenspreis« ausgezeichnet. Die von ihm mitbegründete Aufschrei-Kampagne erhielt 2012 den Stuttgarter Friedenspreis zugesprochen.

  • Referent:     Jürgen Grässlin, Lehrer, Autor und Rüstungsgegner, Freiburg
  • Datum:    Dienstag, 5. November 2013, 2000 Uhr
  • Ort:     Buchladen im Roten Haus, Hirschenbuckel 6, Neustadt
  • Gebühr:    4,00 €
  •     Veranstaltung in Kooperation mit dem Buchladen im Roten Haus

 

Wir scheuen keine Konflikte

Ausstellung zur zivilen Konfliktbearbeitung

Täglich werden wir mit Krieg und Gewalt konfrontiert. Sei es durch Berichte in Nachrichtensendungen, durch die Darstellung in Spielfilmen und Computerspielen oder auch durch Gewalt im Alltag. Dabei überwiegt oft eine einseitige, oberflächliche Darstellung und auch Verarbeitung: Ursachen bleiben undurchsichtig, reales Leid wird ausgeblendet, und Folgen werden nicht bedacht. Konstruktive und friedliche Alternativen der Konfliktbearbeitung werden nur selten aufgezeigt. Es besteht die Gefahr, dass Gewalt und Krieg als unvermeidbar und unkontrollierbar erlebt werden.
Dabei zeigen wissenschaftliche Untersuchungen, wie wenig erfolgreich militärische Interventionen in Krisengebieten letztlich sind – und doch erscheinen sie immer wieder als »ultima ratio«. Anlass genug, dem Verstand Nahrung zu geben und Alternativen aufzuzeigen und auszuprobieren. Lernen Sie die Arbeit des Zivilen Friedensdienstes über seine Ausstellung und die begleitenden Veranstaltung kennen.

Zu dieser Ausstellung gibt es pädagogisches Material, welches unterstützend zur Ausstellung verwendet werden kann. Gerne können Sie uns darauf ansprechen.

  • Ausstellung: »Wir scheuen keine Konflikte«
  • Datum:     11.–17. November 2013 zu den Öffnungszeiten der Sparkasse Neustadt
  • Ort:    Sparkasse Neustadt
  • Gebühr:    Eintritt frei

 

Gewaltfreiheit trotz oder wegen der Religion?

Ein Friedensaktivist berichtet

Warum handeln manche Menschen extrem gewaltbereit und begründen die Anwendung von Gewalt durch ihre Religion? Für andere Menschen wiederum ist ihre Religion die Wurzel für soziales Engagement und gewaltfreies Handeln, sogar inmitten von bewaffneten Konflikten.
Diese Fragestellung bewog Jochen Winter nach seinem Studium der Religionspädagogik in Freiburg noch einen Masterstudiengang in Konfliktmanagement in Berlin zu absolvieren. Die Kombination von Religion und Konflikt führte ihn dann für drei Jahre nach Israel/Palästina, wo er im Auftrag des Zivilen Friedensdienstes und Pax Christi ein interreligiöses Friedensprojekt aufbaute.
Hierbei stand die Unterstützung und Vernetzung von Menschen und Organisationen, die sich gewaltfrei für eine Konfliktlösung einsetzen, im Vordergrund. Christliche Theologiestudenten, islamische Sharia-Studierende und BesucherInnen einer jüdischen Volkshochschule diskutierten über die Zusammenhänge von religiösen Normen im Kriegsfall einerseits und internationalem Völkerrecht andererseits.
Jochen Winter wird in seinem Vortrag berichten, wie kleinschrittig und mühsam sich die Friedensarbeit gestaltet, aber auch wie erfolgreich sie sein kann, um einen wirklichen Beitrag zur gewaltfreien Lösung von Konflikten zu leisten.

  • Referent:    Jochen Winter, StdR, Friedensfachkraft, Mannheim
  • Datum:    Mittwoch, 13. November 2013, 2000 Uhr
  • Ort:     Evangelisches Gemeindezentrum Neustadt
  • Gebühr:     4,00

 

Aufeinander zu gehen: jenseits der Täter- und Opferpersepktive

Filmabend und Diskussion

Es scheint lange zurück zu liegen, doch die Verwundungen, die das Dritte Reich hinterlassen hat, ziehen sich noch heute durch viele Familien. Dabei gibt es Möglichkeit zu Austausch, Verständigung und Heilung.
Der israelische Psychologe Dan Bar On hatte Anfang der 1990er Jahre Kinder von prominenten Nazi-Tätern und Kinder von Überlebenden des Holocaust eingeladen, miteinander über ihre Erfahrungen zu sprechen. Ein Quantensprung, denn wohl die meisten der Teilnehmer hätten sich zuvor niemals vorstellen können, in Kontakt mit Menschen der »anderen Seite« – ob Täter oder Opfer – zu treten. Aber das war erst der Anfang, denn im gemeinsamen Nachdenken, welche Bedeutung die erlittenen Verletzungen in der eigenen Lebensgeschichte spielen – und das über Generationen hinweg – konnte über das Unaussprechliche und Undiskutierbare in unseren Familiengeschichten gesprochen werden. Dan Bar Ons Leitlinie: »Reflektieren und vertrauen« ist Grundbedingung von Dialog und Versöhnung und des wechselseitigen Verstehens.
Der Abend beginnt mit Ausschnitten aus dem Dokumentarfilm: »Kinder des dritten Reiches«. Der Film fasst den oben genannten mehrtägigen Austausch zusammen und wird als Anregung für Dialog und Diskussion dienen.

  • Referent:     Dr. Helmut Wetzel, Diplom Psychologe, Systemischer Familientherapeut sowie Kinder- und Jugendlichen Psychotherapeut, Müllheim
  • Datum:    Dienstag, 19. November 2013, 2000 Uhr
  • Ort:    Evangelisches Gemeindezentrum Neustadt
  • Gebühr:    4,00 €

 

Wie banal ist das Böse?

Philosophisches Café zu Hannah Arendt

Schon seit einigen Jahren bietet das Philosophische Café im Buchladen im Roten Haus einen Raum, um sich in Ruhe mit zentralen Fragestellungen des Lebens befassen und im Dialog neue Perspektiven finden zu können.
Im alltäglichen Leben sind wir es gewohnt, ständig zu bewerten, zu urteilen, die auf uns einströmenden Informationen in »unserem System« zu ordnen. So lohnt es, auch einmal wieder Grundüberzeugungen und scheinbare Selbstverständlichkeiten genauer anzusehen.
Den Einstieg ins Thema des Abends bietet eine Kurzvorstellung von Hannah Arendt und ihrem Denken. Dabei leiten uns z. B. folgende Fragen: Hat sie recht, wenn sie von der Banalität des Bösen spricht? Wie banal ist das Böse? Gibt es ein Böses, das nicht wahrgenommen wird, weil es so alltäglich ist oder weil das Böse als moralische Qualität ignoriert wird? Ist die gedankenlose Anpassung an gesellschaftliche Vorstellungen, Maßstäbe, Leitbilder bereits als böse zu bezeichnen? Worin besteht der Unterschied zwischen »böse« und »schlecht«? Gibt es banale und nicht-banale Existenzen?

  • Leitung:    Wulf Schmidt, OStdR a. D., Friedenweiler
  • Datum:     Mittwoch, 20. November 2013, 1930 Uhr
  • Ort:    Buchladen im Roten Haus, Neustadt
  • Gebühr:    4,00 €
  • Veranstaltung in Kooperation mit dem Buchladen im Roten Haus

 

Zivile Konfliktbearbeitung und Ziviler Friedensdienst

Alternativen zum militärgestützten Konfliktaustrag – Instrumentarien, Verfahren und gewaltfreier Widerstand

Können politische Konflikte auch ohne militärische Gewalt ausgetragen werden? Ja, es gibt Alternativen und vielfältige Formen der zivilen Konfliktbearbeitung (ZKB). Zivile politische Konfliktbearbeitung ist möglich!
Anhand konkreter Beispiele werden Dimensionen der zivilen Konfliktbearbeitung und die ihr zu Grunde liegende Konfliktkultur vorgestellt.
Ein Instrumentarium der ZKB ist der Zivile Friedensdienst. Aber natürlich gibt es auch hier grundlegende Fragen zu bedenken. Wann ist die Einmischung in einem anderen Land überhaupt legitim? Wird damit möglicherweise einem »Friedenskolonialismus« Vorschub geleistet? Welche Kriterien bilden eine Grundlage für die zivile gewaltfreie Intervention in Krisen- und Konfliktgebieten?

  • Referentin:     Renate Wanie, Werkstatt für Gewaltfreie Aktion, Baden; Sprecherin der bundesweiten Kooperation für den Frieden
  • Datum:    Donnerstag, 21. November 2013, 2000 Uhr
  • Ort:    Evangelisches Gemeindezentrum Neustadt
  • Gebühr:    4,00 €

 

Mir und anderen gerecht werden

Eine Einführung in die Gewaltfreie Kommunikation nach M. Rosenberg

Wenn verschiedene Interessen aufeinander stoßen, ist immer die Frage: Wer setzt sich durch? Wer zieht den Kürzeren? Ist das der einzige Weg oder geht es auch anders?
Die »Gewaltfreie Kommunikation« nach Marshall Rosenberg zeigt einen anderen Weg und hilft zu sehen, was jede/r von uns braucht und unterstützt darin, uns selbst und anderen gerecht zu werden. Sie ist weniger eine Kommunikationstechnik, als eine Form empathischen Kontaktes und der daraus entstehenden Haltung, die erlernt und eingeübt werden kann.

Der Abend möchte eine Einführung in die Gewaltfreie Kommunikation mit einigen Übungen anbieten, die vielleicht auch dazu anregen, sich weitergehend mit dem Thema zu beschäftigen.

  • Referentin:     Dr. Elisabeth Schieffer, Pastoralreferentin und Trainerin für GfK i. Z., Freiburg
  • Datum:    Mittwoch, 5. Februar 2014, 2000 Uhr
  • Ort:     Evangelisches Gemeindezentrum Neustadt
  • Gebühr:     4,00 €

 

Quellen von Menschenbild und Grundlagen des Dialogs

Der Islam im Kontakt mit anderen Religionen

Im gegenwärtigen Blick auf Muslime und ihr Verhältnis zu Nichtmuslimen wird hauptsächlich das Abgrenzende wahrgenommen. Das Vielschichtige, Widersprüchliche und die sich wandelnden historischen Formen des Zusammenlebens zwischen Muslimen und Nichtmuslimen geraten ebenso wenig ins Blickfeld wie die Ansätze zeitgenössischer islamischer Theologie für Öffnung und Dialog. Wenn wir zu der recht weit verbreiteten Auffassung gelangt sein sollten, »der Islam« sei nicht dialogfähig, wäre es somit Zeit, erst einmal uns selbst auf einen Dialog vorzubereiten, in dem wir versuchen, Aspekte von dem, was Islam ist und sein kann, zu erfahren und zu verstehen.

Der Abend will Einblick verschaffen in die Quellen des muslimischen Blicks auf andere Religionen und in die Möglichkeiten des Umgangs mit diesen Quellen in Geschichte und Gegenwart. Dabei geht es sowohl um Fragen des gesellschaftlichen Zusammenlebens als auch um die Frage der Heilsperspektive von Nichtmuslimen.

  • Referentin:     Prof. Dr. Johanna Pink, Lehrstuhl für Islamwissenschaft und Geschichte des Islam, Universität Freiburg
  • Datum:    Donnerstag, 20. Februar 2014, 2000 Uhr
  • Ort:     Evangelisches Gemeindezentrum Neustadt
  • Gebühr:     4,00

 

Ökologisch und sozial verträgliche Geldanlagen

Beim Geld hört die Freundschaft auf, weiss der Volksmund, und das muss wohl häufig wörtlich verstanden werden, denn gerade im finanziellen Bereich vergessen wir oft unsere eigenen Überzeugungen und Werte und schauen nach den besten Renditen. Dabei unterstützen wir ungewollt Wirtschaftsweisen, die am Abbau sozialer und ökologischer Strukturen beteiligt sind. – Schon Anfang der Achtziger Jahre sammelte der »Verein Freunde und Förderer der Ökobank« Geld für die Gründung einer Alternativbank, die nicht nur »kein Geld in die Rüstung oder Atomenergie« investieren, sondern positiv selbstverwaltete Betriebe, Frauenbetriebe, ökologische wirtschaftende Unternehmen, alternative Energien sowie emanzipative und soziale Initiativen und Vereine unterstützen sollte. Inzwischen gibt es verschiedene in Deutschland zugelassene »Alternativbanken«, knapp 300 offene Investmentfonds und viele verschiedene Beteiligungsmöglichkeiten für Kapitalanleger und engagierte Bürger im Bereich der »Regenerativen Energien«. Einen kleinen Überblick zur Geschichte und Entwicklung alternativer Geldanlagen sowie verschiedener inhaltlicher Ansätze und Anlageformen- und Möglichkeiten soll dieser Abend bieten.
Andreas Obergfäll war lange für die Ökobank, die GLS-Bank und die OekoGeno tätig und arbeitet derzeit als freier Versicherungs- und Finanzmakler für ökologische und soziale Geldanlagen in Freiburg.

  • Referent:    Andreas Obergfäll, Freier Makler für ökolog. u. sozialvertr. Geld­anlagen, Vers. u. Baufinanzierungen, Freiburg
  • Datum:      Dienstag, 25. Februar 2014, 2000 Uhr
  • Ort:      Buchladen im Roten Haus, Hirschenbuckel 6, Neustadt
  • Gebühr:    4,00 €

 

Die Kunst, gelassen zu erziehen

Erkenntnisse aus der humanistischen Pädagogik für eine zukunftsfähige Erziehung

»Bis ich Mutter wurde konnte ich in der schönen Illusion leben, ein netter Mensch zu sein.« Kommt Ihnen das bekannt vor? Eltern zu sein, ist eine große Herausforderung – immer wieder werden wir an unsere Grenzen gebracht und manchmal darüber hinaus. Hinzu kommt die Unsicherheit, wie wir denn nun mit unseren Kindern umgehen sollten. Mehr Geborgenheit und Beziehung oder doch mehr Grenzen und Disziplin? Wie können wir sie auf eine sich immer schneller verändernde Welt vorbereiten, so dass sie den Herausforderungen in ihrem Leben gewachsen sind? Und wie können wir als Erwachsene gelassener werden und die Freude, die das Leben mit Kindern mit sich bringen kann, mehr genießen? Wie können wir Wege finden, unsere eigenen alten Erziehungsmuster hinter uns zu lassen, zu mehr innerem Gleichgewicht und Frieden zu finden und unsere Kinder einfühlsam ins Leben begleiten?

Diesen und weiteren Fragen wird Lienhard Valentin an diesem Abend auf der Grundlage seiner langjährigen Erfahrung und der aktuellen Gehirn- und Bindungsforschung nachgehen.

  • Referent:     Lienhard Valentin, Gestaltpädagoge, Autor, Verleger, Freiamt
  • Datum:     Mittwoch, 12. März 2014, 20.00 Uhr
  • Ort:    Buchladen im Roten Haus, Hirschenbuckel 6, Neustadt
  • Gebühr:     4,00 €

 

Alles, nur das nicht

Oder: Wie kommen wir weiter?

Es scheint Disposition des Menschen zu sein, dass er das ›Gute will, unter der Voraussetzung, dass es dem eigenen nützt‹ (W. Kamlah) – und das ist in den jeweiligen Lebensbereichen  unterschiedlich dramatisch.
Aktuell sehen wir uns in den Dilemmata, dass viele den ›Dorfladen‹ für wichtig halten, aber wenig dort einkaufen, dass wir gerne den Treibhauseffekt reduzieren möchten, nicht aber das Fliegen oder Autofahren (u. ä.),  dass wir für Mensch und Tier gute Lebens- und Produktionsbedingungen erhoffen, aber am Liebsten ganz billig einkaufen – natürlich wollen wir keine Atomkraftwerke mehr, aber auch keine Windräder, usw. usw..
Einmal gibt es da viele Sachfragen eingehend zu klären. Denn die Fakten, die zusammen ein stimmiges  und handlungsleitendes Bild ergeben, werden ja selten gemeinsam präsentiert. Allein dabei entstehen erstaunliche Entdeckungen, die der medial transportieren und von Interessengruppen gelenkten Wirklichkeit neue Aspekte hinzufügen. Und da sind die persönlichen Ideen und Ideale, Hoffnungen, Wünsche und Bequemlichkeiten, die uns oft weit hinter das zurück fallen lassen, was uns eigentlich möglich wäre.
Wie also kommen wir weiter? Wie lösen wir unsere inneren Widersprüche und kommen zu (subjektiv und im Gesamten) möglichst sinnvollem Handeln?
Der Abend wendet sich an Menschen, die diesen und anderen Themen einmal genauer nachgehen und sich mit anderen darüber austauschen möchten.

  • Gesprächskreis
  • Datum:    Mittwoch, 2. April 2014, 2000 Uhr
  • Ort:    Wird bei Anmeldung bekannt gegeben
  • Info:     Bei Interesse bitte kurz anmelden unter: info@evkabi.de oder
  • 07652 982748

Reformation – Annäherung an das Wesentliche

Überlegungen zu den Grundfesten christlichen Lebens

»Jede neue Wahrheit beginnt ihren Weg als Ketzerei und endet als Orthodoxie« (Th. Huxley). Damit wird deutlich, wie sehr wir Atempausen, Zäsuren in Alltag und gesellschaftlichem Leben brauchen, um wieder näher an das heran zu kommen, was uns existenziell wichtig ist.
Auch die Reformation war so eine Zeit, und Luther rüttelte mit seinen Thesen nicht nur an der Tür der Schlosskirche zu Wittenberg, sondern auch an den Herzen der Menschen.
Die Veranstaltung geht der Frage nach, was Reformation inhaltlich bedeutet und wo man/frau heute an reformatorische Fragen anknüpfen könnte. Was trägt im Leben, und was folgt für meinen eigenen Lebensstil aus den Antworten reformatorischer Theologie? Spannend wird es, wenn man Reformation nicht als ein abgeschlossenes Ereignis vor 500 Jahren sieht, sondern als einen Prozess, in dem man an die Grundlagen des Christentums erinnert wird und für sich neue Orientierung gewinnen kann.

  • Referent:     Prof. Dr. Wilhelm Schwendemann, Evangelische Hochschule Freiburg
  • Datum:     Mittwoch, 9. April 2014, 2000 Uhr
  • Ort:    Evangelisches Gemeindezentrum Neustadt
  • Gebühr:    4,00 €

 

»Ich weiß, dass mein Erlöser lebet ...«

Die Osterbotschaft in Werken der Musik

Vom vielstimmigen »Halleluja«-Jubel, nicht nur in Händels »Messias«, bis zu neuen geistlichen Liedern reicht das Spektrum der Auferstehungsklänge. Das älteste deutsche Kirchenlied »Christ ist erstanden« gehört ebenso dazu wie Gustav Mahlers »Auferstehungssinfonie«. Der Vortrag mit Klangbeispielen sucht einen musikalischen Zugang zu Ostern, dem christlichen Grundthema schlechthin, das viele Komponisten inspiriert hat, nicht zuletzt auch im Spannungsfeld von Karfreitag und Osternacht.

Einem breiten Publikum wurde Prof. Meinrad Walter durch zahlreiche Vorträge, Workshops und Chorprojekte wie die »Bachkantate zum Mitsingen« in katholischen und evangelischen Akademien bekannt und beliebt. Er ist Kirchenmusikreferent der Erzdiözese Freiburg und stellvertretender Leiter des Amts für Kirchenmusik sowie Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik Freiburg.

  • Referent:    Prof. Dr. Meinrad Walter, Theologe und Musikwissenschaftler, Freiburg
  • Datum:    Mittwoch, 7. Mai 2014, 2000 Uhr
  • Ort:     Evangelisches Gemeindezentrum Neustadt
  • Gebühr:     4,00

 

Von der Wiege bis zur Bahre: Die Orgel spielt

Wissenswertes von der Entwicklung, Funktionsweise und Kultur der Orgel.

»Eine Kirche ohne Orgel ist wie ein Körper ohne Seele« meinte Albert Schweitzer und brachte damit sicherlich zur Geltung, was die meisten Kirchenbesucher auch empfinden. Dabei war die Orgel in Kirchen längst nicht immer willkommen. Erst im 13. Jahrhundert wurde sie als gottesdienstliches Musikinstrument zugelassen. Doch spätestens mit den Orgelwerken Johann Sebastian Bachs, für den alles in der Musik Religion war, sie zu schreiben ein Glaubensbekenntnis und sie zu spielen Gottesdienst (L. Bernstein), hatte die Orgel ihren festen Platz im christlichen Gotteshaus.
So selbstverständlich uns das Spiel der Orgel auch geworden ist, bleibt das Instrument selbst doch vielfach weitgehend unbeachtet und in seinen Möglichkeiten unbekannt. Wer also schon immer mal das 1995 neu eingebaute Instrument im Münster St. Jakobus kennen lernen wollte und sich für die Geschichte des Instrumentes und seine Funktion und klanglichen Möglichkeiten interessiert, wird sich über diesen Vortrag freuen.
Der Vortrag findet direkt auf der Orgelempore statt, so dass das Instrument eingehend kennen gelernt und Klangbeispiele genossen werden können.

  • Referent:     Johannes Götz, Bezirkskantor, Titisee-Neustadt
  • Datum:    Dienstag, 13. Mai 2014, 2000 Uhr
  • Ort:    Münster St. Jakobus, Titisee-Neustadt
  • Gebühr:    4,00 €